Rückblick

TRAVEL4HISTORY:
Tom and Michael „Chuck“ Jackson

History Tour to German

„I was in the US Army in 1955 and was stationed in Oberursel at the Motorenfabrik building for the entire year of 1955. If I were to travel to Oberursel some time this summer, would it be possible for me to visit the room we used as barracks and the office room where I worked.“  Diese Nachricht hat uns Anfang des Jahres 2025 erreicht, und ja, wir haben Tom eingeladen und er ist zusammen mit seinem Sohn Michael "Chuck" nach Deutschland gekommen. Eine eindrucksvolle Begegnung mit einem Zeitzeugen der Motorenfabrik. 

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Vor 80 Jahren: 

1941 bis 1945 
Die Entwicklung von Großflugmotoren

bei KHD in Oberursel 


Die Flugmotoren Dz700 Dz710 und Dz720

1941 verlagerte die Klöckner-Humboldt-Deutz AG ihre 1935 in Köln aufgenommene Flugmotorenentwicklung in ihr Werk nach Oberursel. Die gesamte Fabrik wurde umfassend modernisiert und zu einem modernen Flugmotoren-Entwicklungszentrum ausgebaut. Hervorzuheben sind die verschiedensten Prüfanlagen und Gebäude für die Motorenerprobungen und das umfangreiche Werkstofflabor.

Bis März 1945 wurde hier an der Konstruktion und Erprobung von Zweitakt-Boxer-Motoren gearbeitet, zunächst für Benzin- und später für Dieselbetrieb. Dabei wurden zahlreiche Ein- und Zwei-Zylindermotoren für Grundlagenuntersuchungen, aber auch 12-Zylinder-Boxermotoren gebaut und erprobt. Auch zwei 16-Zylinder Dz 710 Vollmotoren wurden fertiggestellt und auf dem Turmprüfstand getestet. Bis März 1945 wurden etwa 150 Laufstunden erreicht und dabei eine Leistung von 2360 PS nachgewiesen.

Nach Besetzung des Werks Ende März 1945 requirierte die US-Army diese beiden Dz 710-Versuchsmotoren und schaffte sie in die USA zu Vergleichsuntersuchungen. Die Dz 710-Motoren waren längst nicht serienreif, eine Weiterentwicklung erfolgte nicht mehr. Der Bedarf an Groß-Flugmotoren hatte sich drastisch reduziert, und die aufkommende Technologie der Strahltriebwerke hatte ein höheres Leistungspotential. Die beiden in die USA verbrachten Versuchsmotoren gelten als verschollen. 

- Die Vergangenheit für die Zukunft bewahren -
Vom Stationär-Motor zum Turbofan-Triebwerk

1999 - 2002 - 2024

25 Jahre Werksmuseum
Motorenfabrik Oberursel


In der Natur des Menschen liegt es, Dinge zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen
und zu zeigen. Zu Beginn der Neuzeit gab es  Kuriositätenkabinette und  Wunderkammern. Und in einer  Wunderkammer, also einem Museum, könnte man doch anhand von Exponaten über die lange Historie dieses Industriestandortes am Urselbach  berichten. Gedacht - Getan. 1999 begannen die Vorbereitungen, die geplante Eröffnung in 2001 musste aufgrund der weltpolitischen Lage verschoben werden, 2002  wurde das Werksmuseum offiziell eröffnet.  Motoren sind logischerweise der Schwerpunkt des Museums, trotzdem ist es kein Motorenmuseum im technischen Sinne, anhand der hier gefertigten Produkte wird über die wechselhafte Historie dieses Industriestandorts berichtet. Im Laufe der letzten 25 Jahre ist hier ein kleines aber feines Museum entstanden. Fast alle der hier gefertigten Produkte können im  hier im Günter-Kappler-Haus besichtigt werden.
 

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