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Hubschrauber UH-1D im Werksmuseum "gelandet"

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Bell UH-1D

(GKMO - Helmut Hujer – Februar 2012)  Wir haben ein neues Prunkstück als Blickfang für unser Museum, einen von der Bundeswehr erworbenen Hubschrauber UH-1D am 20.Januar in Oberursel „landen“ können! Unsere seit  2008 präsentierte G-91 hat damit Gesellschaft bekommen. Mit einem Starrflügler und einem Drehflügler, beide einst von unseren Triebwerken angetrieben, dürfte dem Zweck unseres Werksmuseums gut genüge getan sein.
Viel Geduld und Beharrlichkeit waren nötig, bis dieser Coup nun endlich gelungen ist, zumal sich das Exponat in hervorragendem Zustand befindet. Obwohl wir auch andere Möglichkeiten verfolgt haben, ist die Bundeswehr stets unser primäres Ziel geblieben, haben wir doch deren Triebwerke vor über 40 Jahren in Oberursel hergestellt, und betreuen und überholen diese seitdem. Die Verträge sehen allerdings vor, dass die Bundeswehr zu beabsichtigten Nutzungsänderungen die Zustimmung der amerikanischen Regierung sowie des Lizenzgebers Bell benötigt. Ende November 2011 haben wir dann endlich das ersehnte, zunächst erst gelbe Licht bekommen. Alles Weitere haben wir dann zügig und energisch vorangetrieben:  Auswahl eines der drei angebotenen UH-1D in Oberpfaffenhofen, Vertragsschluss, Bezahlung, Organisation und Vorbereitung der Übernahme und des Transports, einschließlich Aufladen und wieder Entladen unseres UH-1D.
Unsere Wahl fiel auf den 1969 beim Heeresfliegerbataillon 1 (HFlgBtl 1)  in Hildesheim in Dienst gestellten Heeres- Hubschrauber mit der Seriennummer 8388.  Bis zu dessen Aussonderung 2007, beim Transporthubschrauberregiment 10 in Faßberg (das frühere HFlgRgt10), hat dieser Hubschrauber mit dem taktischen Zeichen 72+68 insgesamt 8.162 Flugstunden absolviert, 3.387 nach der Einrüstung des deutschen Nutzungsdauerverlängerungspakets 1991.
Mit seinen 2,85 Metern Breite, fast 17 Metern Länge und knapp 4 Metern Höhe, erforderte unser Hubschrauber einen genehmigungspflichtigen Sondertransport auf einem speziellen Tiefbetthänger. Die nach einigen Formalien beauftragte Spedition musste dann zunächst Fahrgenehmigungen aller auf der Fahrstrecke liegenden Kreisverwaltungen einholen, die letzte kam schließlich am 17. Januar. Nun folgten  fieberhafte  Abstimmungen mit allen in der Kette Beteiligten, um den Transport bereits am übernächsten Tag zu ermöglichen. Also konnten wir uns, Günter und Helmut Hujer, am 18. Januar auf den Weg nach Bayern machen, mit der amtlichen Abholvollmacht in der Tasche.
Unser LKW ist auch am gleichen  Abend angefahren, sodass wir am Donnerstag bereits um 9 Uhr früh gemeinsam in die Halle fahren konnten, in die unsere Helfer bei RUAG den Heli schon gerollt hatten.
Die amtliche Übernahme von der dortigen Dienststelle der GPS und das Aufladen mit dem Hallenkran und dem Spezial- Heißschäkel verliefen problemlos. Überraschend war lediglich die Information, dass sich noch Kraftstoff an Bord befinde.
Hardy Krüger, unser Fahrer von der Spedition Schwandner, verzurrte dann alles sehr sorgfältig, startete zur Mittagszeit, und lenkte schließlich gegen 20.30 Uhr seinen Sondertransport durch unser Werkstor, das Ziel war erreicht.
Am Freitagmorgen begannen dann, bei Dämmerlicht und nasskaltem Wetter, die Vorbereitungen für das Abladen. Auch einige der interessierten Zuschauer sahen sich unvermittelt aber bereitwillig eingebunden. Der Entladevorgang mit dem Autokran der Firma Kaffenberger war natürlich der spektakulärste Teil des ganzen Transports. Vorsichtig angehoben, drehte unser UH-1D, nicht wie angenommen direkt auf den Landeplatz zu, sondern über das Museumsgebäude hinweg auf die Wiese ein. Nach knapp 20 Minuten landete er exakt auf dem zuvor markierten Punkt. Zumindest die darin Eingeweihten, dass nämlich unser Heli mit seinen etwa 2,5 Tonnen Gewicht nur an einem spielzeughaft wirkenden 12 Millimeter Schäkel hängt, werden währenddessen zeitweilig die Luft angehalten haben. Die Bruchlast des Schäkels war mit 7.000 kg angegeben, aber er hat sich doch schon etwas verformt, und das Lösen des Schraubschaftes hat einige Mühe bereitet.
Damit konnten wir unserem strahlenden Museumsleiter Erich Auersch diesen sehr gut erhaltenen Hubschrauber als Ausstellungsstück übergeben.
Mit dem Erwerb und mit dem Transport des Heli sind zwei wesentliche Meilensteine geschafft. Aber noch liegen vielfältige, zum Teil im Kaufvertrag verankerte organisatorische und handwerkliche Aufgaben vor uns. Unser Mitglied Marcus Kleinmann wird nun die Koordination aller weiteren Arbeiten am Hubschrauber direkt übernehmen und hofft dabei auf tatkräftige Unterstützung.



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